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Zwischen Bangkok & Palmen #60

  • Autorenbild: Renke Schulz
    Renke Schulz
  • 19. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Wasser statt Kamelle


Moin moin und Sawadee krap,

Diese Woche war wieder Songkran, das thailändische Neujahrsfest.


Vielleicht habt ihr diese Version schon gesehen: Menschen mit überdimensionierten Wasserpistolen, die sich nasse Straßenschlachten liefern.


Die Idee, dass man sich mit Wasser abspritzt, um so Pech und Unglück abzuwaschen, ist eher dem Wunsch nach Aufmerksamkeit gewichen, oder dem subtilen Hinweis, dass man die andere Person ganz ansprechend findet.


Der ursprüngliche Hintergrund dieser Tradition ist es, ein wenig Wasser behutsam älteren und respektierten Menschen über Hände und Füße zu gießen, und um deren Segen zu bitten, was heute jedoch kaum noch zu erkennen ist.


Und dann erinnert erinnert mich das Ganze jedes Jahr irgendwie an Karneval.


Die Freizügigkeit, die Ausgelassenheit, ein farbenfrohes Auftreten, der Spaß im Moment, die Sorglosigkeit – und dass irgendwie alle mit jedem und jeder befreundet sind.


9000 Kilometer entfernt, kulturell komplett unterschiedlich entwickelt; und für ein paar Tage sind sich die menschlichen Gelüste im Kern dann doch ziemlich nah.


Ich habe dieses Jahr das Fest auf dem Land verbracht, ganz ohne die Menschenmassen, die sich in engen Gassen hin und her schieben - wie eine riesige Zielscheibe für Touristen, die mit der Größe ihrer Wasserkanonen offenbar etwas kompensieren müssen.


Stattdessen saßen wir auf der Ladefläche eines Pick-ups und sind durch die Gegend gefahren. Ausgerüstet mit zwei Wassertonnen und Plastikschüsseln statt Hightech-Waffen.


Am Strassenrand wird man dann immer wieder von Anwohnern angehalten, um sich gegenseitig ein frohes neues Jahr zu wünschen. Alles sehr harmonisch und liebevoll und -anders als beim Narrenzoll- haben auch beide Seiten etwas davon, wenn am Ende auch nur eine kalte Dusche.



So drehen wir unsere Runden, bis wir in eine Straße einbiegen, die sich wie ein inverser Rosenmontagszug anfühlt.


Ich hatte nie die Möglichkeit, auf einem Karnevalswagen zu stehen, aber ich stelle mir das Gefühl ziemlich ähnlich vor.



Uns erwartet ein über zehn Kilometer langes  Spalier an dröhnenden, auf Ladeflächen montierte Musikboxen, eine immense Auswahl an klassischer  Streetfood, und überall dazwischen freudig Feiernde jedes Alters. Und alle paar Meter wurden wir wieder angehalten und es wurde sichergestellt, dass die Kleidung bloß nicht trocknet.


Sobald der Wasservorrat unserer Tonne sich dem Ende neigte, hielten wir an und es fand sich jemand, der sie mittels Pumpe und Feuerwehrschlauch aus dem naheliegenden Fluss wieder auffüllte.



So schlichen wir im Schritttempo die Straße entlang, alles und jeden nass spritzend und gleichzeitig froh, wenn andere verzichteten, ihren Wasserkanister mit Eisbrocken anzureichern.


Doch selbst eiskaltes Wasser abzubekommen ist immer noch besser als eine harte Kamelle.


Und während letztere meistens ungenießbar ist, ist ersteres bei 39 Grad vor allem eins: eine verdammt schöne Erfrischung - Frohes neues Jahr.


Songkran in Korat


Postkarte aus Thailand

Wenn man jedoch nicht auf die Abkühlung von oben warten möchte, dann verbringt man den Tag einfach direkt am Wasser.


Mun Bon Dam Nakhon Ratchasima

In diesem Fall an einem See, der zu einem Staudamm gehört und da Wellen hier nicht vorhanden sind, kann man ganz einfach direkt am Wasser Platz nehmen.


Wie sieht es bei euch aus? Überrascht das Aprilwetter dieses Jahr, so dass ihr auch nach Erfrischung suchen könnt?


Mit nass fröhlichen Grüßen aus Korat,

Renke



Thailand teilt: Zwischen Bangkok & Palmen


Zum Schluss noch ein kleiner Hinweis:


Vielen lieben Dank, dass ich diese kleine Geschichte aus meinem Alltag mit euch teilen durfte.

Wenn euch diese Einblicke aus Thailand gefallen, könnt ihr mich ganz ungezwungen unterstützen:



  • Leitet diese Mail gerne an alle weiter, die sich über ein bisschen Thailand-Feeling freuen würden




Danke euch – ihr macht das Ganze möglich.










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